Wir berichteten bereits über die Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit im Baugewerbe und deren Bedeutung für die Herstellung und den Einsatz von Flachdachausstiegen. Diesmal richten wir den Blick auf einen weiteren Trend im Bereich verantwortungsbewussten Wirtschaftens und beleuchten, wie sich dieser im Baugewerbe konkretisiert: Recycling und Wiederverwendung.

Recycling ist natürlich ein bekanntes Konzept. Allerdings konzentrierte man sich beim Recycling (zumindest im Baugewerbe) bisher immer auf die Rohstoffe. Später achtete man bei der Herstellung von Produkten und Baumaterialien auf den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe (ökologisches Bauen). Diese beiden Ansätze werden jetzt mit einem dritten kombiniert: der Umwandlung herkömmlicher Rohstoffe in hochwertige Materialien und Produkte, die eine sehr lange Lebensdauer haben und einfach wiederverwendet werden können. Das Ganze bezeichnen wir als Kreislaufwirtschaft:

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Wirtschaftssystem, das darauf ausgerichtet ist, die Wiederverwendbarkeit von Produkten und Rohstoffen zu maximieren und die Wertvernichtung zu minimieren. Dies steht im Gegensatz zum herkömmlichen linearen System, bei dem man Rohstoffe zu Produkten verarbeitet, die am Ende ihrer Lebensdauer vernichtet werden.

Wichtig bei einem Kreislaufsystem ist, dass bereits beim Entwurf von Produkten das Ende der Nutzungsphase berücksichtigt wird. Durch einen demontierbaren Einbau können die Materialien am Lebensende einfach voneinander getrennt werden. Ausgangspunkt ist zudem nicht das reine Recycling von Rohstoffen, sondern nach Möglichkeit die Wiederverwendung des gesamten Produktes bzw. der Einzelteile. Bau- und Abrissabfälle waren schon immer für das Recycling interessant, da sie einen relativ hohen Metallgehalt aufweisen und dadurch Einsparungen beim Erzabbau ermöglichen. Dies lässt sich auch an den Zahlen beobachten: Mindestens 95 % aller Bau- und Abrissabfälle werden wiederverwendet oder recycelt.

Bauen nach dem Kreislaufprinzip

Baumaterialien und Bauprodukte eignen sich nicht nur für das Recycling, sondern auch für ein Kreislaufsystem wie oben beschrieben. Bauherren, Produktdesigner, Hersteller und Baubetriebe sind mittlerweile auch zu dieser Einsicht gelangt. Daher sehen wir immer öfter, dass Produzenten beauftragt werden, Produkte für das künftige Gebäude demontierbar zu gestalten. Diese Produkte können nach der Nutzungsphase des Gebäudes erneut verwendet werden bzw. bestehen komplett aus Bauteilen, die einzeln wiederverwendbar sind. Die Baubranche ist führend in dieser Art der Ressourcenschonung, wie das Forschungsinstitut TNO in seiner Studie „Resources for our future“ 2013 feststellte, doch der Übergang zu einem echten Kreislaufsystem ist noch nicht ganz abgeschlossen. Wie dieser zu bewerkstelligen sein könnte, lesen Sie in dem Bericht Bauen nach dem Kreislaufprinzip: das Fundament einer innovativen Branche.

Flachdachausstiege & Recycling 

Für Staka bedeuten die Entwicklungen im Bereich Recyclingfähigkeit und Wiederverwendung konkret, dass wir uns in der Entwurfsphase für Edelstahl als Grundmaterial unserer Flachdachausstiege entschieden haben, da sich dieses Material leicht recyceln lässt. Über 80 % des gesamten Stahlschrotts wird bereits recycelt, und dieser Prozentsatz wächst ständig. Ferner haben wir eine starke Konstruktion für die Flachdachausstiege entwickelt, bei der die Einzelteile einfach demontierbar und austauschbar sind. Die Konstruktion besteht hauptsächlich aus Teilen, die leicht wechselbar miteinander verbunden sind. Dies entspricht ganz dem Kreislaufprinzip, da sich die meisten Produktbestandteile wiederverwenden lassen. Aber auch produktionstechnisch bringt dieser Ansatz viele Vorteile: Durch den modularen Aufbau ergeben sich unzählige Möglichkeiten im Fertigungsprozess.
Natürlich achten wir bei der Herstellung unserer Flachdachausstiege darüber hinaus auf nachhaltige Materialien und auf optimale Leistung hinsichtlich der Wärmedämmung, um uns auch in diesen Nachhaltigkeitsaspekten als führender Anbieter zu behaupten.

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